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Wenn man mit dem Zug reist, fällt einem sicher beim Ein­lauf in den Bahn­hof als ers­tes auf, dass es in fast jedem Bahn­hof ähn­lich und häss­lich aus­sieht. Dann fällt einem aus dem asso­zia­ti­ven Gedächt­nis ent­ge­gen, dass die Rot­licht­be­zir­ke – ganz in Anwen­dung des Prin­zips der Tünen­schen Rin­ge – um die­se Mas­sen­um­schlag­plät­ze des Men­schen­ma­te­ri­als lie­gen.

Über die genau­en teils his­to­risch-zufäl­li­gen Ursa­chen, war­um der Gleis­be­reich um den Bahn­hof beson­ders häss­lich aus­sieht, will ich hier gar nicht spe­ku­lie­ren. Ich habe in der Tat den Ein­druck, dass man ent­lang des gesam­ten Gleis­bet­tes dort, wo die Lärm­schutz­wän­de einem nicht die Sicht ver­bau­en, dass man einen Blick auf die Zivi­li­sa­ti­on »von hin­ten« hat.

Dem Bahn­rei­sen­den eröff­net sich der Blick in die ande­re Sei­te von Grund­stü­cken, Unter­neh­men, Gär­ten; näm­lich in die Sei­te, die ein Besu­cher nicht zu sehen erhält.

Einen ganz ähn­li­chen Blick hin­ter die Kulis­sen hat­te die Auto­rin die­ses Arti­kels: http://www.vox.com/2015/7/16/8961799/housekeeper-job-clients

Kurz zusam­men­ge­fasst: Je präch­ti­ger das Haus, je umfang­rei­cher die Pil­len­bar, je ent­frem­de­ter die Men­schen dar­in­nen.

Das Fazit der Auto­rin: »Nein, das brau­che ich nicht! Ich emp­fin­de jetzt mein über­schau­ba­res Leben als gemüt­li­chen Luxus.«

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