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Götz Wiedenroth

Kari­ka­tu­rist, Car­too­nist, Illus­tra­tor und Zeich­ner

Web­site: wiedenroth-karikatur.de

Blog: wiedenroth-karikatur.blogspot.de

https://wiedenroth.wordpress.com

Wenn man sich das Geleit­wort zu sei­nem Kari­ka­tu­ren-Band »Mul­ti­kul­tu­rel­le Kon­flikt­viel­falt« durch­liest ist klar, dass Götz Wie­den­roths Kari­ka­tu­ren ger­ne von all­zu bio­deut­schen Ras­ser­ein­heits­fe­ti­schis­ten genutzt wer­den.


Geleit­wort zu sei­nem Kari­ka­tu­ren-Band »Mul­ti­kul­tu­rel­le Kon­flikt­viel­falt – Der Euro-Islam in der Kari­ka­tur«

»Mul­ti­kul­tu­rel­le Kon­flikt­viel­falt – Der Euro-Islam in der Kari­ka­tur«

Götz Wie­den­roth, 92 S., 23 Farb­ta­feln, 13 Abbil­dun­gen, 1 Por­trät, 19 × 24,5 cm
ISBN 978 – 3-941365 – 52-0, Preis: 19,50 €

Bestel­lung direkt an den Ver­lag: Basi­lis­ken­pres­se, Prof. Armin Geus, Post­fach: 561, 35017 Mar­burg, Tel.: 06421 – 15188, E-Mail: armin.geus@arcor.de

Das Recht, dem Islam-Pro­phe­ten Moham­med zu kari­kie­ren, wird von den Spit­zen der euro­päi­schen Poli­tik vehe­ment betont. Mei­nungs­frei­heit. Pres­se­frei­heit. Kunst­frei­heit. Sati­re­frei­heit. Errun­gen­schaf­ten der west­li­chen Kul­tur. Nach dem ver­such­ten Anschlag auf den däni­schen Kari­ka­tu­ris­ten Kurt Wes­ter­gaard geschah das ganz beson­ders, und auch ganz beson­ders nach dem töd­li­chen Anschlag auf die Redak­ti­on des fran­zö­si­schen Sati­re­ma­ga­zins „Char­lie Heb­do“.

Wer als Nor­mal­bür­ger aber von eben­die­ser Mei­nungs­frei­heit Gebrauch macht und öffent­lich Zwei­fel an der tau­send­zün­gig zuge­si­cher­ten Fried­lich­keit des Islams äußert, ris­kiert im drei­vier­tel­to­ta­li­tä­ren BRD-All­tag der Gegen­wart sei­ne bür­ger­li­che Exis­tenz.
Wie kann das sein?

Nun, die BRD-Poli­tik und ihr ange­schlos­se­ner, will­fäh­ri­ger Medi­en­be­trieb las­sen kei­ne Gele­gen­heit aus, extre­me Greu­el en detail zu bespre­chen, wel­che von Per­so­nen began­gen wer­den, die sich als Mus­li­me bezeich­nen und die behaup­ten, sich bei die­sem Tun genau an das isla­mi­sche Schrift­tum, den Koran und die Sun­na, zu hal­ten: Es wird ampu­tiert, ent­haup­tet, gestei­nigt, aus­ge­peitscht, gekreu­zigt und stran­gu­liert – aus­drück­lich unter Beru­fung auf den Pro­phe­ten. Blank ent­setz­li­che Vide­os in hoher Auf­lö­sung geis­tern durch die Welt. Das alles sei aber nicht Islam, son­dern „Isla­mis­mus“.

Sie las­sen eben­falls kei­ne Gele­gen­heit aus, Per­so­nen, die einen Unter­schied zwi­schen Islam und „Isla­mis­mus“ ohne wei­te­res nicht erken­nen wol­len, als „Pack“, „brau­ne Soße“ oder „Nadel­strei­fen-Nazis“ zu ver­leum­den, um nur drei von vie­len ähn­lich vul­gä­ren Kampf­be­grif­fen zu nen­nen, von denen man vor zwan­zig Jah­ren nicht geglaubt hät­te, daß sie je aus dem Mun­de deut­scher Spit­zen­po­li­ti­ker, gerich­tet gegen brei­te Tei­le der eige­nen Bevöl­ke­rung und Wäh­ler­schaft, kom­men könn­ten. Ande­rer­seits scheint es nahe­lie­gend zu ver­mu­ten, daß Per­so­nen, die es nötig haben, ihre Mit­men­schen der­art unflä­tig zu ver­un­glimp­fen, irgend­wie mit dem Rücken zur Wand ste­hen. Soll hier etwas auf Bie­gen und Bre­chen durch­ge­setzt wer­den? Haben Men­schen, die auf der­ar­ti­ge Sprach­fle­ge­lei­en zurück­grei­fen, selbst vor irgend­et­was Angst? Kon­kret kann die­se Vul­gär­po­li­tik jeden­falls für den Ein­zel­nen den Ver­lust des Arbeits­plat­zes, die Beur­lau­bung als Beam­ter oder den Ver­lust der Pen­si­ons­an­sprü­che bedeu­ten, wenn er sich auch nur einen fal­schen Zun­gen­schlag leis­tet. Das ist die viel­ge­rühm­te frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung, das ist der tat­säch­li­che Wert des Arti­kels 5 Grund­ge­setz im Jah­re 2015. Aya­tol­lahs der poli­ti­schen Kor­rekt­heit legen schier will­kür­lich fest, was „Mei­nung“ und was „kei­ne Mei­nung, son­dern ein Ver­bre­chen“ ist.

Ein furcht­ba­rer Span­nungs­zu­stand ergibt sich dar­aus. Man bekommt mas­siv Angst ein­ge­jagt, darf sie anschlie­ßend aber nicht öffent­lich arti­ku­lie­ren, bei Mei­dung der Nazi-Stig­ma­ti­sie­rung.

Es kann von der arbei­ten­den islam­fer­nen Bevöl­ke­rung nicht erwar­tet wer­den, daß sie sich nach Fei­er­abend und am Wochen­en­de durch tau­sen­de Sei­ten Koran- und Sun­natext quält, um sich ein eige­nes Urteil zu bil­den. Zwar wer­den in der über Jah­re hef­tig geführ­ten Debat­te eif­rig Koran­su­ren zitiert, um das Wesen des Islam nach der einen, der fried­li­chen, oder der ande­ren Sei­te, der gewalt­tä­ti­gen, hin zu bewei­sen. Die­ses Vor­ge­hen endet aber immer in der Sack­gas­se, weil nie­mand sagen kann, wel­che Sure, wel­cher Vers von wie­vie­len Mus­li­men unter wel­chen Umstän­den wört­lich befolgt wird und wel­che nicht. Wie­vie­le Deut­sche beherr­schen im Übri­gen die ara­bi­sche oder tür­ki­sche Spra­che, um sich in einer Moschee ein­mal selbst ein Bild über die dort gehal­te­nen Pre­dig­ten zu machen? „Tage der offe­nen Moschee“ kön­nen wahr­haft offen sein – oder auch Potem­kin-Ver­an­stal­tun­gen, wer weiß. Den Begriff der „taqiy­ya“, der nach isla­mi­schem Recht erlaub­ten, weil nütz­li­chen reli­giö­sen Lüge, kennt inzwi­schen fast jeder deut­sche Bür­ger. Der Islam bleibt auch für den Gut­wil­li­gen in viel­fa­cher Hin­sicht undurch­sich­tig und uner­forsch­lich. Wo belast­ba­re Fak­ten nicht zu fin­den sind, ste­hen die Tore für Pro­pa­gan­da und Indok­tri­na­ti­on sperr­an­gel­weit offen. Wer dann immer noch das Fal­sche glaubt, gilt in der Gut­men­schen-Gemein­schaft, die von sich weiß, daß sie das Rich­ti­ge glaubt, als „isla­mo­phob“, also geis­tes­krank, mora­lisch per­ver­tiert oder kri­mi­nell oder alles zusam­men. Daß es welt­weit unab­zähl­bar vie­le reli­giö­se Unter-Auto­ri­tä­ten des Islam gibt, die sich alle gegen­sei­tig nicht das Schwar­ze unter dem Fin­ger­na­gel gön­nen und ein­an­der haßer­füllt der Ver­fäl­schung des Islams bezich­ti­gen, macht die Lage für den islam­theo­lo­gisch unge­schul­ten West­ler durch­aus nicht über­sicht­li­cher.

Es macht die Lage für ihn auch nicht ver­trau­ens­wür­di­ger, wenn er mehr­fach erle­ben muß­te, wie bis dahin völ­lig fried­li­che Mus­li­me sich bin­nen weni­ger Tage in wüten­de, haß­gei­fern­de Pro­test­ler ver­wan­deln, die auf der Stra­ße nach blu­ti­gen Rache­ak­ten ver­lan­gen. Es genüg­ten dazu emo­tio­na­le Appel­le gewis­ser reli­giö­ser Füh­rer des Islam, die, etwa nach Ver­öf­fent­li­chung von Moham­med-Kari­ka­tu­ren, in welt­weit rei­chen­de Ver­tei­ler der isla­mi­schen Welt ein­ge­speist wur­den. Das Modell „99,9% der Mus­li­me sind fried­lich, nur 0,1% sind gewalt­be­reit“ wird ad nau­seam in Poli­tik und Medi­en bemüht, aber Lebens­er­fah­rung und Ver­nunft legen nahe, sehr nahe, daß es wohl doch eine gan­ze Rei­he an Grau­tö­nen gibt, die in die­ses plum­pe Schwarz­weiß­mo­dell ein­ge­fügt wer­den müs­sen, um ein rea­lis­ti­sches Bild der Situa­ti­on zu erhal­ten.

Das vor­ste­hend Auf­ge­führ­te ist der abs­trak­te, fak­ten­ar­me, schwer faß­ba­re Teil. Der dem­ge­gen­über kon­kret und ziem­lich genau faß­ba­re Teil besteht in der auf­fäl­lig begüns­ti­gen­den Poli­tik, die der Islam in Euro­pa und spe­zi­ell Deutsch­land erfährt. Auf Bie­gen und Bre­chen?

Man gewinnt näm­lich den Ein­druck, daß isla­mi­sches reli­giö­ses Belei­digt­sein den höchs­ten Rechts­rang in der BRD genießt, wäh­rend Men­schen mit deutsch­spra­chi­gen Urur­groß­el­tern in ihrem eige­nen Hei­mat­land seit lan­gem sys­te­ma­tisch und poli­tisch gewollt in den Rechts­sta­tus von Bür­gern zwei­ter Klas­se ver­scho­ben wer­den – dem Text der Amts­ei­de von Bun­des­kanz­lern und -minis­tern zum Hohn, in denen, man glaubt es kaum, vom „deut­schen Volk“ die Rede ist, des­sen Nut­zen gemehrt und von dem Scha­den abge­wen­det wer­den sol­le.

Mein Wider­wil­le gegen genau die­se Ver­schie­bung hat sich über die Jah­re in vie­len Kari­ka­tu­ren nie­der­ge­schla­gen, von denen eine Aus­wahl in die­sem Band prä­sen­tiert wird.

Nach­fol­gend eini­ge Stich­wor­te, um zu ver­deut­li­chen, was ich mit Ver­schie­bung mei­ne:

  • Ein­be­zie­hung kora­ni­scher Rechts­grund­sät­ze in die Urteils­pra­xis deut­scher Gerich­te, wenn Mus­li­me vor Gericht ste­hen.
  • Kuschel­jus­tiz für mus­li­mi­sche Seri­en­tä­ter, die im Gerichts­saal von kopf­zahl­star­ken Fami­li­en­clans (auch als Zeu­gen) unter­stützt wer­den, Clans näm­lich, die durch Han­dy­si­gnal alar­miert in Minu­ten­frist an jeden Kon­flikt- oder Unfall­ort her­bei­ei­len und dort rein zah­len­mä­ßig das Gesche­hen domi­nie­ren kön­nen – auch der Poli­zei gegen­über, Clans, die aller­dings auch immer wie­der mit Mas­sen­schlä­ge­rei­en für Schlag­zei­len sor­gen, bei denen es bei­spiels­wei­se um ein angeb­lich geschän­de­tes Koran­ex­em­plar oder die Ver­let­zung eines isla­mi­schen Ehren­ko­dex geht und bei denen der Begriff „Land­frie­dens­bruch“ immer im Raum ste­hen soll­te. Soll­te.
  • Auto­ma­ti­scher Ver­dacht der Islamfeindlichkeit/ des Rassismus/ der Volks­ver­het­zung gegen jeden „Bio­deut­schen“ (was für ein Wort), der aus wel­chem Grund immer in einen sprach­lich oder gewalt­tä­tig aus­ge­tra­ge­nen Kon­flikt mit einem Mos­lem gerät, was eine neu­tral-sach­li­che Erör­te­rung des Vor­falls vor Gericht oder in der Öffent­lich­keit fast unmög­lich macht.
  • Rechts­pri­vi­le­gie­rung beim straf­recht­li­chen Ver­bot der Dop­pel­ehe, das für Mus­li­me nicht gilt und die ent­spre­chend isla­mi­schen Rechts­vor­schrif­ten bis zu vier Ehe­frau­en ganz legal in Deutsch­land haben dür­fen, von behörd­lich gedul­de­ten Zwangs- und Ver­wand­ten­ehen nicht zu reden. Selbst­ver­ständ­lich haben alle Fami­li­en­mit­glie­der, alle vier Frau­en, der Mann und alle Kin­der der vier Frau­en nor­ma­len Anspruch auf Hartz-IV-Zah­lun­gen. Da kom­men schnell Trans­fer­sum­men zusam­men, von denen ein straf­ge­setz­lich zur Mono­ga­mie ver­pflich­te­tes deut­sches Ehe­paar nur träu­men kann. Hier liegt ein ech­ter gesetz­li­cher Anreiz, zum Islam zu kon­ver­tie­ren, vor.
  • Sehr ver­brei­te­te Ver­let­zung der hier­zu­lan­de ansons­ten hoch­ge­hal­te­nen Frau­en­rech­te in den isla­mi­schen Tei­len der Gesell­schaft.
  • Vom Ver­mum­mungs­ver­bot bei Demons­tra­tio­nen nicht berühr­te Bur­ka-, Tscha­dor- oder Niq­ab­trä­ge­rin­nen.
  • Die im isla­mi­schen Teil der Bevöl­ke­rung ver­brei­te­te Vor­stel­lung vom Rechts­in­sti­tut des „Ehren­mor­des“, der mit­un­ter durch hin­ter­rücks aus­ge­führ­te, öffent­li­che Ent­haup­tung erfolgt, wird von der Poli­tik regel­mä­ßig als unbe­deu­ten­de Rand­er­schei­nung ver­harm­lost.
  • Eine deut­sche Qua­li­täts­me­di­en­land­schaft, die sich nicht ent­blö­det, alle Vor­gän­ge, die den mus­li­mi­schen Teil der Bevöl­ke­rung in einem schlech­ten Licht erschei­nen las­sen könn­ten, in der Bericht­erstat­tung platt lügen­haft zu ver­tu­schen oder zu ver­schwei­gen („der 19-jäh­ri­ge“, „Mes­ser­ste­che­rei“, „Streit um ein Han­dy“) unter Ver­weis auf Vor­ur­tei­le, die nicht bestä­tigt wer­den dürf­ten – dann aber eben kei­ne Vor­ur­tei­le mehr wären (bis hin zur fre­chen Umfäl­schung ori­en­ta­lisch klin­gen­der Täter­na­men in Namen wie „Hans“ oder „Lutz“ oder bis hin zum Ein­satz von weni­gen, gedun­ge­nen nazi­kos­tü­mier­ten Schau­spie­lern vor der TV-Kame­ra („Miet-Nazis“), um bei der Bericht­erstat­tung über islam­kri­ti­sche Demons­tra­tio­nen deren Teil­neh­mer ins­ge­samt als Hit­ler-Wie­der­gän­ger zu kom­pro­mit­tie­ren. Mie­se Metho­den. Been­det wer­den sol­che Ver­an­stal­tun­gen übri­gens regel­mä­ßig durch den Ein­satz von Schlä­ger­bri­ga­den der soge­nann­ten Anti­fa­schis­ti­schen Akti­on, einer ver­mut­lich aus dem „Kampf-gegen-Rechts“-Etat steu­er­fi­nan­zier­ten Grund­rech­tesa­bo­ta­ge­trup­pe, die man wegen ihrer Geld­quel­len (und Dis­po­nen­ten?) wohl „BRD-Staats­ju­gend“ nen­nen muß und die gegen­über Kund­ge­bungs­teil­neh­mern mit qua­si­po­li­zei­li­cher Auto­ri­tät auf­zu­tre­ten pflegt, auch wenn sie bei ande­rer Gele­gen­heit regel­mä­ßig Poli­zei­fahr­zeu­ge anzün­det. In sol­chem Fall gilt poli­tik­of­fi­zi­ell immer die Poli­zei als schuld, da sie sich zu wenig „dees­ka­lie­rend“ ver­hal­ten habe). – Aus­set­zung der Tier­schutz­ge­set­ze bei der ritu­el­len isla­mi­schen (und jüdi­schen) Schäch­tungs­pra­xis.
  • Dut­zend­fach Bewäh­rung in der Bewäh­rung auch bei schwe­rer Kör­per­ver­let­zung oder Kopf­tritt-Mord­ver­such mus­li­mi­scher Täter (Gerich­te: „Täter war kul­tu­rell über­for­dert“, „es war eine ent­ar­te­te Streit­si­tua­ti­on“, „es war nur ein Warn­stich“. Selbst wenn der Täter wäh­rend der Tat­aus­übung laut­hals und durch Zeu­gen belegt „Allah Akbar“ geschrien hat, fällt poli­tisch und jus­ti­zi­ell anschlie­ßend regel­mä­ßig die Wen­dung „hat nichts mit dem Islam zu tun“. Es wird fol­ge­rich­tig wegen der Tat des Isla­man­hän­gers von der deut­schen Poli­tik ein run­der Tisch „gegen Rechts“ gebil­det. Die deut­sche „Auf­nah­me­ge­sell­schaft“ ist schuld, immer. Jeden­falls immer dann, wenn ein poli­ti­sches Lieb­lings­pro­jekt wie die mas­sen­haf­te Isla­mein­wan­de­rung gegen Zwei­fel und Kri­tik geschützt wer­den soll.)
  • Rama­dan, jus­ti­zi­el­le Nach­sich­tig­keit bei Straf­ta­ten, die unter der Ein­wir­kung von fas­ten­ver­ur­sach­ter Man­gel­er­näh­rung began­gen wor­den sind.
  • Neu­ein­rich­tung von Gebets­räu­men aus­schließ­lich für mos­le­mi­sche Schü­ler in öffent­li­chen Schu­len. – Vor­aus­ei­len­der „halal“-Gehorsam bei Spei­se­plä­nen in Kan­ti­nen und Kin­der­gär­ten.
  • Vor­aus­ei­len­de Ent­fer­nung von Kreuz-, Schwein­chen- und Weih­nachts­sym­bo­len.
  • Vor­aus­ei­len­de Emp­feh­lung oder auch Anord­nung von Klei­dungs­vor­schrif­ten für Nicht­mus­li­me. Man möge sich dezent klei­den, um die reli­giö­sen Gefüh­le der mus­li­mi­schen neu­en Nach­barn nicht zu ver­let­zen. Der­zeit beson­ders in der Umge­bung von Flücht­lings­un­ter­künf­ten zu beob­ach­ten. Unter­schwel­lig wird klar­ge­macht, daß der­je­ni­ge, der wegen sei­ner zu frei­zü­gi­gen Klei­dung Ärger mit Mus­li­men bekom­men oder von ihnen ver­ge­wal­tigt wer­den soll­te, dar­an selbst schuld sein wür­de. Gel­ten­des Straf­recht scheint dem­nach und inso­weit schlicht aus­ge­setzt.
  • Aus­nah­men vom Sarg­zwang auf Fried­hö­fen mit Rück­sicht auf isla­mi­sche Bestat­tungs­ri­tua­le.
  • Jus­ti­zi­el­le Will­kür bei der recht­li­chen Bewer­tung von Belei­di­gun­gen und Kör­per­ver­let­zun­gen (Die Anre­de „Musel­ma­ne“ bei­spiels­wei­se wird von deut­schen Gerich­ten völ­lig anders abge­ur­teilt als etwa die ver­brei­te­ten, an deut­sche Nicht­mus­li­me gerich­te­ten Anre­den „Chris­ten­schwein“, „Kar­tof­fel­ge­sicht“ oder „Schweine­fres­ser“, und es ist eben­da ein Rie­sen­un­ter­schied, ob etwa ein Nige­ria­ner einen Deut­schen anspuckt oder ein Deut­scher einen Nige­ria­ner. Den Herrn Bun­des­prä­si­den­ten inter­es­siert – pars pro toto – nach allem Anschein aus­schließ­lich der zweit­ge­nann­te Fall, dem er neu­er­dings den von ihm ein­ge­führ­ten Begriff „Dun­kel­deutsch­land“ zuord­net).
  • Ver­wen­dung der Begrif­fe „Ras­sis­mus“ oder „Inte­gra­ti­ons­pro­blem“ je nach islam­be­güns­ti­gen­der Oppor­tu­ni­tät.
  • Stets islam­be­güns­ti­gen­de Ver­wen­dung der Begrif­fe „Ein­zel­fall – ohne Bedeu­tung“ ver­sus „gefähr­lich – kommt aus der Mit­te der Gesell­schaft“.
  • Islam­be­güns­ti­gen­de Ein­sei­tig­keit bei Ver­wen­dung der Begrif­fe „kul­tu­ra­li­sie­ren­de Zuschrei­bun­gen“, „reli­giö­se Pro­vo­ka­ti­on“ oder „grup­pen­be­zo­ge­ne Men­schen­feind­lich­keit“ (Der Begriff „Aus­län­der­feind­lich­keit“ ist täg­li­ches Medi­en-Man­tra; wer die wahr­schein­lich in rele­van­tem Umfang exis­tie­ren­de „Deut­schen­feind­lich­keit“ in isla­mi­schen Krei­sen anspricht, ris­kiert viel in der BRD des Jah­res 2015).
  • Islam­be­güns­ti­gen­de Nicht­an­wen­dung des Straf­rechts, wenn – wie viel­fach gesche­hen – mus­li­mi­sche Demons­tran­ten öffent­lich „Tod Isra­el“, „Allah seg­ne Hit­ler“ oder „Juden ins Gas“ skan­die­ren.
  • Pro­be­lauf „Scha­ria-Poli­zei“, der von BRD-Poli­ti­kern als harm­lo­ser Witz abge­tan wird.
  • Der Staat nimmt hin, daß sich in man­chen Groß­städ­ten bereits isla­misch beherrsch­te sog. No-Go-Are­as für „Ungläu­bi­ge“ bil­den („haut ab, das hier ist unser Kiez“), in die sich Kran­ken­wa­gen und Feu­er­wehr nur noch unter mas­si­vem Poli­zei­schutz hin­ein­trau­en.
  • Gemil­der­te Anfor­de­run­gen für mus­li­mi­sche Bewer­ber bei der Poli­zei.
  • Scha­ria-Gerich­te“, eine pri­vi­le­gier­te isla­mi­sche Son­der­ge­richts­bar­keit, die von BRD-Poli­ti­kern ernst­haft ins Gespräch gebracht und dreist als Inte­gra­ti­ons­maß­nah­me hin­ge­stellt wird. Scha­ria-Gerichts­bar­keit könn­te ohne wei­te­res bedeu­ten, daß Blas­phe­mie oder Abfall vom Islam ent­spre­chend dem bei­spiels­wei­se in Sau­di-Ara­bi­en prak­ti­zier­ten isla­mi­schen Recht dann auf deut­schem Boden mit dem Tode bestraft wird.
  • Die poli­tisch mit Hin­ga­be betrie­be­ne islam­be­güns­ti­gen­de Ver­ge­wal­ti­gung der Spra­che, beson­ders bei den seman­tisch bis zur Unkennt­lich­keit ver­bo­ge­nen Kampf­be­grif­fen „rechts“, „Tole­ranz“, „Isla­mo­pho­bie“, „Vielfalt/ Bunt­heit“ und „Soli­da­ri­tät“.
  • Die unsäg­li­che Ver­teu­fe­lung „Nazis in Nadel­strei­fen“ wider alle, die es ange­sichts schar­fer staat­li­cher Dif­fa­mie­rungs­po­li­tik noch wagen, die vor­ge­nann­ten Ver­schie­bun­gen und Auf­lö­sun­gen gesatz­ten Rechts, ins­be­son­de­re der Grund­rech­te, öffent­lich zu bekla­gen.

Ich bin wohl bereit anzu­neh­men, daß es eine gewis­se Zahl an Mus­li­men in Euro­pa gibt, die ihren Islam rein spi­ri­tu­ell und ohne poli­ti­sche Ambi­tio­nen prak­ti­zie­ren (im Sin­ne der poli­tisch viel­zi­tier­ten Visi­on eines „Euro-Islam“). Die somit zahl­rei­che Vor­schrif­ten des Koran und der Sun­na bewußt igno­rie­ren. Mag sein, daß es sol­che inso­weit sym­pa­thi­schen Mus­li­me gibt. Aber auch bei ihnen ist unsi­cher, wie sie sich ver­hal­ten wür­den, wenn ins­künf­tig in Euro­pa der Ein­fluß von isla­mi­schen Fal­ken wach­sen soll­te und auf die spi­ri­tu­el­len Mus­li­me bru­ta­ler Druck aus­ge­übt wird, den Islam eben­falls in der Dschi­had-Ver­si­on zu prak­ti­zie­ren. Etwa so: „Wenn du wei­ter die Leh­re des Islam ver­fälschst, hast du Stei­ni­gung, Aus­peit­schung, Stran­gu­la­ti­on oder Ampu­ta­ti­on zu erwar­ten – so wie es der Pro­phet ver­langt hat!“ Wel­cher spi­ri­tu­el­le Mus­lim wür­de dem noch ent­ge­gen­hal­ten mögen, daß der Pro­phet aber alles anders gemeint habe?

Wie kann von BRD-Poli­ti­kern, die samt und son­ders kei­ne Islam­ex­per­ten sind, dann ernst­lich behaup­tet wer­den, der Islam wer­de sich in den nächs­ten 50 Jah­ren in Gesamt­eu­ro­pa ganz gewiß so und so ent­wi­ckeln? Ich weiß nicht, wie es kom­men wird und habe aller­dings schlim­me Befürch­tun­gen, aber die Poli­ti­ker wis­sen es mit Sicher­heit auch nicht. Beson­ders frag­lich erschei­nen ihre rosa­ro­ten Euro-Islam-Pro­gno­sen auch des­halb, weil kein Mensch wis­sen kann, wel­che Sor­te Mus­lim vor­wie­gend in den Hun­dert­tau­send­schaf­ten von Asyl­be­wer­bern der­zeit nach Euro­pa und spe­zi­ell Deutsch­land strömt. Gibt es bei der Fried­lich­keit des Islam mög­li­cher­wei­se auch so etwas wie das „Zwei-Grad-Ziel“ aus der Kli­ma­schuld­po­li­tik, also etwa ein „Ein-Pro­zent-Ziel“ für den Anteil der Gewalt­be­rei­ten?

Poli­tik ver­kommt von Jahr zu Jahr mehr zur Mär­chen­stun­de, in der den Abga­ben­pflich­ti­gen mit Won­ne­schau­er und Glau­bens­zwang erzählt wird, was sich die Chef­ideo­lo­gen im Elfen­bein­turm aus­ge­malt haben. Rea­li­täts­sinn? Für sie wahr­schein­lich ein „ewig­gest­ri­ges“ Wort!

Flens­burg, im Sep­tem­ber 2015

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