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Mynarek-FranziskusJen­seits der kri­tik­frei­en Ver­laut­ba­rungs­pres­se für die Papst AG in Deutsch­land fin­den sich gele­gent­lich fach­kun­di­ge Wider­ha­ken. Der katho­li­sche Theo­lo­ge Huber­tus Myna­rek ist einer der geeig­ne­ten Men­schen die­sen Schlei­er des Igno­ranz zu lüf­ten und die dunk­len Fle­cken dahin­ter auf­zu­su­chen. So schubs­te er schon berech­tig­ter­wei­se den Amts­vor­gän­ger Ratzin­ger vom Thron der Theo­lo­gie in den Ses­sel des Geschich­ten­dich­ters.

In die­sem Fal­le blei­ben die Zeit von Jor­ge Mario Ber­go­glio in Süd­ame­ri­ka und die mög­li­chen Dräh­te zur Regie­rung, die ihm den Namen »Fran­zi Jun­ta« ein­ge­bracht haben, völ­lig außen vor. Aber viel­leicht fühlt sich ja der küm­mer­li­che Rest an inves­ti­ga­ti­vem Jour­na­lis­mus in Deutsch­land beflei­ßigt, die­se Lücke auch noch zu schlie­ßen.

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Aus­zug aus der Rezen­si­on von Dr. Klos­ter­hal­fen

Zwei Pro­blem­be­rei­che inter­es­sie­ren mich bei Fr. beson­ders: Sein Ver­hal­ten wäh­rend der Mili­tär­dik­ta­tur und in Hin­blick auf sexu­el­len Miss­brauch in Argen­ti­ni­en. Ers­te­res wird von M. ange­spro­chen, aber es gibt einen wich­ti­gen Punkt, den ich ver­misst habe.

Ber­go­glio hat sich gemein­sam mit dem Erz­bi­schof von Bue­nos Aires erfolg­reich für die Frei­las­sung von Gene­ral Vide­la und ande­ren Jun­ta-Gene­rä­len ein­ge­setzt. (Quel­le: Andre­as Eng­lisch) Vide­la kam nach nur fünf Jah­ren Gefäng­nis vor­über­ge­hend frei. (Spä­ter soll Fr. in Rom für eine Dele­ga­ti­on von Müt­tern von Ver­schwun­de­nen (es gibt etwa 30.000 Ver­miss­te) laut M. nur wenig Zeit gehabt haben.)

Die katho­li­sche Kir­che hat anschei­nend in Argen­ti­ni­en noch weni­ger als in Deutsch­land zur Auf­klä­rung von Miss­brauch und Miss­brauch­ver­tu­schung bei­ge­tra­gen. Kar­di­nal Ber­go­glio hat Ende 2002 als Vize­prä­si­dent des Exe­ku­tiv­ko­mi­tees der argen­ti­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz im Zusam­men­hang mit dem Rück­tritt des Erz­bi­schofs (!) Stor­ni und der Ver­haf­tung des pro­mi­nen­ten Pries­ters Julio Gras­si erklärt, es gäbe eine Kam­pa­gne, um das Anse­hen der Kir­che zu schä­di­gen. Inzwi­schen sind bei­de Pries­ter wegen Miss­brauchs zu hohen Haft­stra­fen ver­ur­teilt wor­den. In dem Wiki­pe­dia-Arti­kel zum sexu­el­len Miss­brauch in der katho­li­schen Kir­che wer­den im Abschnitt Argen­ti­ni­en nur die­se zwei Fäl­le erwähnt. Von Bemü­hun­gen Erz­bi­schof bzw. Kar­di­nal Ber­go­gli­os um Auf­klä­rung in sei­ner Hei­mat habe ich noch nichts gehört.

Wolf­gang Klos­ter­hal­fen

Sie­he auch

Christ­li­che Mär­chen­stun­den, Erzäh­lun­gen des Dich­ters Joseph Ratzin­ger und Ande­rer

http://www.blick.ch/news/ausland/vatikan-gibt-geheim-dokumente-ueber-argentinien-frei-papst-will-verbrechen-aufklaeren-id4825503.html

3 Responses to “Papst Franziskus – Die kritische Biografie”

  1. klafuenf sagt:

    Oho doch ein Aus­sche­rer aus der FSG-Pres­se: http://www.taz.de/Die-Wahrheit/!5335986/

  2. klafuenf sagt:

    The­se: In den letz­ten Jahr­zehn­ten hat sich die Kon­zern­zen­tra­le der Papst AG in Rom gegen die Befrei­ungs­theo­lo­gen gewandt. Nach­dem man nun erkannt hat, dass die Markt­an­tei­le in Euro­pa schwin­den und Afri­ka kaum neu­en Umsatz brin­gen wird, hat man nun den Mar­ke­ting-Focus auf Süd­ame­ri­ka gestärkt. Und daher muss­te Fran­zi Jun­ta neu­er Vor­stands­vor­sit­zen­der des Unter­neh­mens wer­den.

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