Kein Stern steht über dem See,
Er hält seine blasse Wache,
Der Mond ist halb erwacht,
Schleicht durch grauen Nebel,
Die letzten roten Blätter fallen
Um die Rosenveranda,
Die Uhr ist verstummt,
Der lange Tag neigt sich dem Ende zu.
Sitze am stillen Herd/Sitze neben dem stillen Leichenwagen*
In ruhigem Bestreben,
Die Klänge der Fröhlichkeit zu zählen,
Die nun für immer verstummt sind.
Achte nicht darauf, wie die Hoffnung glaubt
Und das Schicksal verfügt:
Schatten umgibt die Dachvorsprünge,
Der lange Tag neigt sich dem Ende zu.
Die beleuchteten Fenster verblassen
Langsam.
Das Feuer, das so ordentlich brannte,
Zittert nun leise.
Geh zu dem traumlosen Bett,
Wo die Trauer ruht;
Dein Buch der Mühen ist gelesen,
Der lange Tag neigt sich dem Ende zu.
…
* im Original von 1868 steht hier „hearth“. Mir ist bis jetzt nicht klar, ob damit Herd oder eine alte Schreibweise vom Leichenwagen (neuschriftlich: hearse) gemeint ist.