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Bäume und Sauerstoff

Baum und Sauerstoff

Quel­le: Ein­füh­rung in die Phi­lo­so­phie der Che­mie: Stu­di­en­buch für Che­mi­ker und an Che­mie Inter­es­sier­te, Gerold Wünsch, Königs­hau­sen & Neu­mann, 2000, 263 Sei­ten

Über den Gesamt­le­bens­zy­klus eines Bau­mes vom kei­men­den Samen bis zum ver­faul­ten Recy­cling-Objekt eines Bau­mes gibt es kei­nen Net­to­ein­trag an Sauer­stoff in die Erd­at­mo­sphä­re

Die Koh­len­di­oxid-Ent­sor­ger der Erd­at­mo­sphä­re sind Sal­pen, die im Meer leben: https://de.wikipedia.org/wiki/Salpen · http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-4960 – 2006-07 – 03.html

Wenn wir also wirk­lich Bäu­me als Sauer­stoff-Pro­du­zen­ten und Koh­len­di­oxid-Kon­su­men­ten haben wol­len, dann müs­sen wird das Holz behal­ten und vor Fäul­nis schüt­zen. Wir könn­ten z.b. unse­re Häu­ser, Schif­fe und Autos wie­der dar­aus bau­en.

Sie­he auch: forstbw.de/wald-im-land/klimaschuetzer/co2-bilanz.html

Grob gesagt, brau­chen wir Bäu­me für das Kli­ma und für Öko­sys­te­me. Sauer­stoff zum Atmen kommt (noch) aus dem Meer.

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-19269 – 2015-09 – 03.html


2 Responses to “Bäume und Sauerstoff”

  1. klafuenf sagt:

    Pflan­zen ver­brau­chen etwa so viel Sauer­stoff, wie sie erzeu­gen. Der Über­schuß an Sauer­stoff­pro­duk­ti­on ist gerin­ger als der Ver­brauch durch die Tie­re, Pil­ze und Mikro­or­ga­nis­men, wel­che die Pflan­zen letz­lich wie­der zer­set­zen.

    Der Sauer­stoff, der sich in unse­rer Atmo­sphä­re befin­det (21%vol) stammt zwar weit­ge­hend aus der Pho­to­syn­the­se, aller­dings als Über­bleib­sel der Bil­dung “fos­si­ler Brenn­stof­fe” (was an pflanz­li­chen und tie­ri­schen Res­ten nicht aerob abge­baut wur­de und heu­te Koh­le, Erd­öl, Erd­gas, Methan­hy­dra­te usw. bil­det).

    Dar­aus erge­ben sich 2 wich­ti­ge Schluß­fol­ge­run­gen:

    1. Mit der Ver­bren­nung fos­si­ler Brenn­stof­fe ver­rin­gern wir tat­säch­lich die Men­ge an frei­em Sauer­stoff in der Atmo­sphä­re (und an gelös­tem Sauer­stoff im Was­ser – eine nicht uner­heb­li­che Men­ge!)

    2. Das Anpflan­zen von Wald hat, eben­so­we­nig wie das Abhol­zen, einen nen­nens­wer­ten Ein­fluß auf die Sauer­stoff­bi­lanz. Der Regen­wald ist nicht die “Grü­ne Lun­ge” unse­res Pla­ne­ten (er ist aller­dings für die glo­ba­len Was­ser­kreis­lü­fe und das Kli­ma von nicht zu unter­schät­zen­der Bedeu­tung!).

    Die Abnah­me des Sauer­stoffs in der Atmo­sphä­re ist ver­nach­läs­sig­bar, weil so viel davon da ist. Viel gefähr­li­cher ist die ande­re Sei­te der Bilanz: Der gleich­zei­tig anstei­gen­de CO2-Gehalt hat nicht nur mit dem Treib­haus­ef­fekt zu tun, son­dern auch eine immense Wir­kung auf die Vege­ta­ti­on. Pflan­zen brau­chen CO2. Um die­sen “ein­zu­at­men” haben sie Spalt­öff­nun­gen, durch die auch Was­ser ver­duns­tet. Um Was­ser zu spa­ren, wer­den die Spalt­öff­nun­gen park­tisch nur geöff­net, wenn CO2-Man­gel herrscht. Mit einem Über­an­ge­bot an CO2 in der Luft wird die­ser Regel­kreis aus­ge­he­belt: Die Pflan­zen las­sen die Spalt­öff­nun­gen zu und ver­durs­ten prak­tisch, weil die Ver­duns­tung benö­tigt wird, um Was­ser (und Mine­ra­li­en) aus der Wur­zel nach oben zu trans­pro­tie­ren. Sicher gibt es Pflan­zen­ar­ten, die damit gut klar­kom­men, aber das wird die gesam­te Vege­ta­ti­on ver­än­dern, Öko­sys­te­me wer­den sich ändern und – wenn das zu schnell geht – erst­mal zusam­men­bre­chen, bevor sich in Jahr­tau­sen­den wie­der ein neu­es glo­ba­les Sys­tem eta­bliert. Inwie­fern der Mensch dabei Gewin­ner oder Ver­lie­rer ist, kann kaum vor­her­ge­se­hen wer­den.

    So kommt man noch zu einer 3. Schluß­fol­ge­rung:

    Die Welt ist immer kom­pli­zier­ter, als man denkt.

  2. klafuenf sagt:

    Sauer­stoff­pro­du­zen­ten im gro­ßen Maß­stab sind Algen und Ein­zel­ler, wel­che dicht unter der Was­ser­ober­flä­che der war­men Welt­mee­re leben und u.an CO2 abbau­en. Das hat in dem Fal­le aber nichts mit Pho­to­syn­the­se zu tun, die Ein­zel­ler haben einen ande­ren Stoff­wech­sel. Was meint die geneig­te Gemein­de, wie der Sauer­stoff auf der Erde über­haupt ent­stand? Eben die­se Tier­chen, wel­che alle Eis­zei­ten und Kata­stro­phen bis­her über­stan­den, pro­du­zier­ten erst die der­zeit recht sta­bi­le Ath­mos­pä­re. Eine Kli­ma­er­wär­mung mit Anstei­gen der Welt­mee­re (umd damit Flä­chen­ver­grö­ße­rung der Mee­re) wür­de die Sauer­stoff­bi­lanz der Erde sogar posi­tiv beein­flus­sen. Was aber gar nicht so gut wäre, denn Sauer­stoff ist ein recht agres­si­ves Ele­ment. Zuviel davon wür­de die Schie­nen noch mehr ros­ten las­sen und die Brand­ge­fahr in Eisen­bahn­tun­neln mit Holz­schwel­len dras­tisch erhö­hen.

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