Feed on
Posts
Comments

Günter Grass

»Nach wie vor ist ein­zu­kla­gen, dass der Schluss­ar­ti­kel des alten Grund­ge­set­zes, Arti­kel 146, der zwin­gend vor­ge­schrie­ben hat, im Fall der deut­schen Ein­heit dem deut­schen Volk eine neue Ver­fas­sung vor­zu­le­gen, nicht ein­ge­hal­ten wor­den ist. Ich bin sicher, dass wir alle einen unge­heu­ren und kaum aus­zu­glei­chen­den Scha­den erle­ben, wenn wir wei­ter­hin mit die­sem Ver­fas­sungs­bruch leben. Die Väter und Müt­ter des Grund­ge­set­zes in der alten Bun­des­re­pu­blik haben die Ver­fas­sung der Bun­des­re­pu­blik als Pro­vi­so­ri­um im Hin­blick auf eine spä­ter viel­leicht mög­li­che Ein­heit ver­stan­den. Dem­entspre­chend war die Prä­am­bel for­mu­liert und dem­entspre­chend der Schluss­ar­ti­kel. Dar­an müs­sen wir uns hal­ten.«

Leave a Reply