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Heiliges Sperma

Es ist ein Rin­gen mit dem eige­nen Kör­per, ein Kampf gegen das Ver­lan­gen. Ein Teen­ager sitzt auf einer Bank, neben ihm sein Reli­gi­ons­leh­rer. Er habe gesün­digt, sagt der Jun­ge. Er füh­le sich schul­dig.

Der jun­ge Mann hat nichts ver­bro­chen, nie­man­dem Scha­den zuge­fügt. {ein sog. »Opfer­lo­ses Ver­bre­chen«} Sein Ver­ge­hen, das er dem Reli­gi­ons­leh­rer mit zitt­ri­ger Stim­me beich­tet, besteht dar­in, dass er sich selbst berührt hat. Der Teen­ager gehört – eben­so wie sein Leh­rer – dem ultra-ortho­do­xen Juden­tum an. In die­ser reli­giö­sen Strö­mung ist Mas­tur­ba­ti­on eine Sün­de, sind unkeu­sche Bli­cke und Gedan­ken ein kaum ver­zeih­li­cher Fehl­tritt. Doch was tun, wenn man erwach­sen wird und der Kör­per plötz­lich das Ver­bo­te­ne begehrt?

Die Sze­ne ent­stammt einer Doku­men­ta­ti­on, die der­zeit in Isra­el eine Debat­te befeu­ert. In “Sac­red Sperm” beglei­tet die Kame­ra den ultra-ortho­do­xen Vater Ori Gru­der, der sei­nen zehn­jäh­ri­gen Sohn über Sexua­li­tät auf­klä­ren will. Dafür spricht er zum Bei­spiel mit einer Wis­sen­schaft­le­rin, einem Rab­bi und einem gläu­bi­gen Juden, der bald hei­ra­ten und zum ers­ten Mal mit einer Frau schla­fen soll. Der Fil­me­ma­cher will wis­sen: Was genau ist im Juden­tum ver­bo­ten? Was erlaubt? Und wie wider­steht man der Ver­su­chung? Dass er die­se Fra­gen öffent­lich stellt, bricht ein Tabu – und könn­te die Welt der Reli­giö­sen prä­gen.

http://www.stern.de/familie/leben/ultra-orthodoxer-aufklaerungsfilm-heiliges-sperma-2174627.html · http://religion.orf.at/stories/2737061/

Sie­he auch

http://de.wikipedia.org/wiki/Chassidismus

Die »Sht­rei­mels«

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