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Der 7-Punkte-Plan zur Vernichtung der Juden von Martin Luther

„Was sollen wir Christen nun mit diesem verworfenen, verdammten Volk der Juden tun? […]“:

  • „Erstlich, dass man ihre Synagoga oder Schule mit Feuer anstecke und, was nicht brennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich. Und solches soll man tun, unserm Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien und solch öffentlich Lügen, Fluchen und Lästern seines Sohnes und seiner Christen wissentlich nicht geduldet noch gewilliget haben.
  • Zum andern, dass man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre. Denn sie treiben ebendasselbige drinnen, das sie in ihren Schulen treiben. Dafür mag man sie etwa unter ein Dach oder Stall tun, wie die Zigeuner, auf dass sie wissen, sie seien nicht Herrn in unserem Lande, wie sie rühmen, sondern im Elend und gefangen, wie sie ohn‘ Unterlass vor Gott über uns Zeter schreien und klagen.
  • Zum dritten, dass man ihnen nehme alle ihre Betbüchlein und Talmudisten, darin solche Abgötterei, Lügen, Fluch und Lästerung gelehret wird.
  • Zum vierten, dass man ihren Rabbinern bei Leib und Leben verbiete, hinfort zu lehren. […]
  • Zum fünften, dass man den Juden das Geleit und die Straße ganz und gar aufhebe. Denn sie haben nichts auf dem Lande zu schaffen, weil sie nicht Herren noch Amtleute noch Händler oder desgleichen sind, sie sollen daheim bleiben. […]
  • Zum sechsten, dass man ihnen den Wucher verbiete und nehme ihnen alle Barschaft und Kleinode an Silber und Gold, und lege es beiseit zu verwahren. Und dies ist die Ursache: Alles, was sie haben […] haben sie uns gestohlen und geraubt durch ihren Wucher, weil sie sonst keine Nahrung haben. […]
  • Zum siebenten, dass man den jungen, starken Juden und Jüdinnen in die Hand gebe Flegel, Axt, Karst, Spaten, Rocken, Spindel, und lasse sie ihr Brot verdienen im Schweiß der Nasen, wie Adams Kindern aufgelegt ist. Denn es taugt nicht, dass sie uns verfluchte Gojim wollten lassen im Schweiß unseres Angesichts arbeiten, und sie, die heiligen Leute, wollten’s hinter dem Ofen mit faulen Tagen, Feisten und Pompen verzehren und darauf rühmen lästerlich, dass sie der Christen Herren wären von unserm Schweiß, sondern man müsste ihnen das faule Schelmenbein aus dem Rücken vertreiben.  […]“

Quelle

Martin Luther: Von den Juden und ihren Lügen. In: Borcherdt, H. H., Merz, Georg (Hg.): Martin Luther – Ausgewählte Werke. Ergänzungsreihe dritter Band: Schriften wider Juden und Türken. München, 1938. Chr. Kaiser Verlag. S. 61-228. Zitate S. 189-193.

Grundlage ist die 120-bändige so genannte „Weimarer Ausgabe – Kritische Gesamtausgabe der Werke Martin Luthers“, deren Herausgabe 1883 im Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger in Weimar begann und die bis heute nicht abgeschlossen ist. Die fragliche Schrift befindet sich im 53. Band dieser Ausgabe auf den Seiten 417-552. Zur Zeit (2000-2007) gibt der Metzler-Verlag eine neue Ausgabe heraus.

6 Responses to “Luther, wie er wirklich war”

  1. […] 1938. Er sah in den Pogromen eine Erfüllung von Martin Luthers Forderungen von 1543. (vgl. 7-Punkte-Plan zur Vernichtung der Juden von Martin […]

  2. klafuenf sagt:

    In einem Gespräch sagte Adolf Hitler 1923: “Luther war ein großer Mann, ein Riese. Mit einem Ruck durchbrach er die Dämmerung, sah den Juden, wie wir ihn erst heute zu sehen beginnen.”

    Julius Streicher, der Herausgeber des antisemitischen Hetzblatts “Der Stürmer” sagte in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen am 29. April 1946: “Wenn Martin Luther heute lebte, dann säße er hier an meiner Stelle als Angeklagter.”

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