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Quartett für das Ende der Zeit

Oli­vi­er Mes­sia­en (1941)

Urauf­füh­rung

15. Janu­ar 1941 · deut­sches Kriegs­ge­fan­ge­nen­la­ger Gör­litz
ca. 400 Zuhö­rer (Kriegs­ge­fan­ge­ne)

Kla­ri­net­te: Hen­ri Ako­ka
Gei­ge: Jean Le Bou­lai­re
Cel­lo: Èti­en­ne Pas­quier
Kla­vier: Oli­vi­er Mes­sia­en


Der 5. Satz (Cel­lo-Solo + Kla­vier)

Dem 5. Teil (Cel­lo-Solo + Kla­vier) fand ich zum Flen­nen schön. Dabei ist es ein Solo ohne eigent­li­che Melo­die.

Ich habe wohl erlebt, wie die­ser – ver­gleichs­wei­se Wohl­klang – auf die dama­li­gen Kriegs­ge­fan­ge­nen in einem deut­schen Lager dies erlebt haben mögen.

Ich sehe das so. Der Kom­po­nist hat so etwas wie »Der Schwan« aus dem »Kar­ne­val der Tie­re« geschrie­ben. Mit mehr Aus­schwei­fun­gen in der (nicht vorhanenen)Melodie und mit der erwei­ter­ten Har­mo­nik die­ses musi­ka­li­schen Fra­gen des – immer wie­der neu empor­klim­men­den und abstei­gen­den Melo­die­bo­gens – im Kla­vier unter­legt. Dann hat er die aus­schwei­fen­de Melo­die auf einen Ton pro Takt redu­ziert und in der Ton­be­we­gung auf eine Okta­ve begrenzt.

Aber es fehlt mir nichts. Alle Trie­be und Rei­bungs­punk­te, die Musik in der tona­len Rei­bung zwi­schen den par­al­lel erklin­gen­den Tönen vor­wärts trei­ben, sind da. Nur ohne… Melo­die.

Im Ver­gleich dazu:


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