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Am Sonn­tag, den 14. Okto­ber 2012 fand von 10:30 – 15:00 der ers­te Skep­ti­ker-Brunch in der Rhein-Neckar-Regi­on statt.

Ursprüng­lich war es nur die Idee, neben dem regel­mä­ßi­gen Grup­pen­tref­fen mit eröff­nen­dem Arbeits­teil und the­men­ge­bun­de­nem Dis­kus­si­onteil, einen eben­falls regel­mä­ßi­gen Treff zu haben, bei dem es kei­ne Agen­da gibt und man sich ein­fach von Mensch zu Mensch anschnup­pern und aus­tau­schen kann. Dar­über hin­aus wur­de bei einem erwei­ter­ten Vor­stands­tref­fen fest­ge­stellt, dass es nütz­lich wäre, einen alter­na­ti­ven Ter­min für Inter­es­sen­ten zu einer ande­ren Tages­zeit öffent­lich anzu­bie­ten. Die­ser soll auch zum Ein­stieg für Neu­lin­ge der säku­la­ren Sze­ne geeig­net sein.

Ich gebe ehr­lich zu, ich war vom Zuspruch extrem über­rascht. Mit­samt Nach­züg­lern waren wir schließ­lich 18 Men­schen! Eini­ge fan­den die Infor­ma­ti­on über unse­ren News­let­ter, auch die Annon­ce in der regio­na­len Ver­an­stal­tungs­zei­tung “mei­er” wur­de gele­sen. Besu­cher kamen daher nicht nur aus dem eige­nen Dunst­kreis, so Man­cher kam so auch zum ers­ten Mal mit einer mun­te­ren säku­la­ren Sze­ne in Berüh­rung. Und auch die GWUP war mit von der Par­tie.

Das The­men­spek­trum war nach dem Anschnup­pern sehr viel bun­ter als befürch­tet. Das Vor­ur­teil: “Athe­is­ten sind schreck­lich, stän­dig reden sie über Gott” wur­de Lügen gestraft und so waren denn die Brut­pfle­ge trei­ben­den Bunt­bar­sche (Maul­brü­ter) genau­so auf dem Tisch wie die frag­wür­di­ge Stein­zeit­er­näh­rung und die reiz­vol­len Ver­an­stal­tun­gen des Tur­mes der Sin­ne. Natür­lich gab es auch die übli­chen Abzwei­gun­gen über “dunk­le Mate­rie”, Ver­schrän­kun­gen zwi­schen Wirt­schaft und Poli­tik, Epi­ge­ne­tik und eso­te­ri­schen Quan­ten­quatsch.

Und wie­der kam auch der Punkt zur Spra­che, war­um Skep­ti­zis­mus, Athe­is­mus und die ande­ren selbst­den­ken­den Welt­an­schau­un­gen eben doch kei­ne Reli­gi­on im gän­gi­gen Sin­ne sind: Es gibt da näm­lich die­se klei­ne, fei­ne Gren­ze an der wir uns bemü­hen Halt zu machen (ja, auch mir geht manch­mal der Gaul durch). Es ist jedem Erwach­se­nen über­las­sen, ob er im Krank­heits­fal­le den Mond anheult, unwirk­sam ver­dünn­te Homöo­pa­thie nutzt oder zum Scha­ma­nen geht. Er darf nur mich nicht davon abhal­ten mit mei­nem Gesund­heits­pro­blem zu einem “rich­ti­gen” Arzt zu gehen.

Die Zeit ver­ging wahr­lich wie im Flu­ge und so lös­ten sich die Letz­ten um 15:00 von der Loka­li­tät. Es war also gar nicht nötig vor­be­rei­te­te The­men oder mit­ge­brach­te Bücher zum Anfa­chen der Dis­kus­si­on ins Spiel zu brin­gen.

Die Fort­set­zung folgt nächs­ten Monat in Hei­del­berg und wei­ter im monat­li­chen Wech­sel zwi­schen MA und HD. Dazu ist ein freund­schaft­li­ches Tref­fen mit der GWUP-Regio­nal­grup­pe in Spey­er im Febru­ar in Vor­be­rei­tung.

Ich freue mich auf ein Wie­der­se­hen und ganz beson­ders auf wei­te­re, neue Gesich­ter.

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