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Am 15. Mai 1997 wur­de nach 25 Jah­ren Dis­kus­sio­nen im Bun­des­tag die Gleich­stel­lung des Straf­be­stands der Ver­ge­wal­ti­gung inner­halb und außer­halb der Ehe beschlos­sen. Bis dato konn­te sexua­li­sier­te Gewalt inner­halb der Ehe, gemäß eines Neben­sat­zes im Para­gra­phen, allen­falls eine »schwe­re Nöti­gung« sein.

Die SPD, PDS (heu­te: die LINKEN) und die Grü­nen waren geschlos­sen für die Strei­chung die­ser Straf­be­frei­ung der Ver­ge­wal­ti­gung in der Ehe. Eben­falls stimm­ten die meis­ten CDU-Frau­en für die zukünf­ti­ge Straf­bar­keit.

Der alte Para­graph 177:

Wer eine Frau mit Gewalt oder durch Dro­hung mit gegen­wär­ti­ger Gefahr für Leib oder Leben zum außer­ehe­li­chen Bei­schlaf mit ihm oder einem Drit­ten nötigt, wird mit Frei­heits­stra­fe nicht unter zwei Jah­ren bestraft.

GEGEN den zukünf­ti­gen Straf­tat­be­stand der Ver­ge­wal­ti­gung in der Ehe stimm­ten 138 Volks­ver­tre­ter, dar­un­ter die­se Pro­mi­nen­ten:

  • Nor­bert Blüm
  • Fried­rich Merz
  • Han­ne­lo­re Rönsch
  • Ger­hard Stol­ten­berg
  • Theo Wai­gel
  • Burk­hard Hirsch
  • Peter Ram­sau­er
  • Horst See­ho­fer
  • Dag­mar Wöhrl
  • Eri­ka Stein­bach

Unter den 35 Ent­hal­tun­gen waren unter ande­rem:

  • Wolf­gang Ger­hardt
  • Otto Graf Lambs­dorf
  • Her­mann Otto Solms
  • Gui­do Wes­ter­wel­le

Eine Begrün­dung für die­se men­schen­rechts­feind­li­che Hal­tung ist bis dato nicht bekannt.

http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/13/13175.pdf (ab S. 15800)


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Noti­zen

So schaff­te der Bun­des­tag am 15. Mai auch den min­der­schwe­ren Straf­tat­be­stand der „Nöti­gung“ ab. Künf­tig wer­den alle erzwun­ge­nen „sexu­el­len Hand­lun­gen“, selbst wenn sie nicht mit einer Pene­tra­ti­on ver­bun­den sind, als Ver­ge­wal­ti­gung bestraft: mit einer Frei­heits­stra­fe nicht unter einem Jahr.

One Response to “Vergewaltigung in der Ehe”

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