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Wie entsteht das faszinierende Farbenspiel bei einem Sonnenuntergang? Wie sieht ein romantischer Abendhimmel auf dem Mars aus? Wie lang dauert eigentlich ein Moment? Was passiert mit uns, wenn wir Schmerz empfinden? Kann es eine zweite Erde geben? Und wenn ja, gibt es dort Leben?

Burger Voß lädt ein zu einem Streifzug durch die Geschichte der Forschung und macht Lust auf die Entdeckung der Geschichte unseres Planeten und des Universums. Von den ersten Biomolekülen bis zum Ende von Raum und Zeit – das Leben bietet viel Raum zum Staunen!

Ein leidenschaftliches Plädoyer für ein naturwissenschaftliches Weltbild und ein kluges und lehrreiches Buch!

Quelle: Verlagsinformation



Wenn ich nachts in den Himmel schaue, dann sehe ich tausende von Sternen als kleine Punkte über mir. Dahinter befindet sich ein weißes Band, die Milchstraße. Doch erst weil ich weiß, dass all die kleinen Punkte selbst Sonnen sind, von denen viele Planeten haben, kann ich ergriffen sein. Gerade weil ich weiß, dass dieses weiße Band hinter den Sternen ganz einfach noch viel mehr Sterne sind, die viel weiter entfernt liegen. So weit, dass sie nur noch wie ein milchiger Schimmer den Hintergrund bilden. Und ich weiß, dass es mehr als hundert Milliarden Milchstraßen im Universum gibt. Es ist erst die Erkenntnis durch die Wissenschaft, die mir dieses Staunen geben kann. Das Staunen über die Beschaffenheit der Welt muss die Suche nach einem Sinn ersetzen. Und das kann es.

Wissenschaft ist wie eine Taschenlampe, mit der wir uns durch die Nacht tasten. Manche Dinge direkt vor uns sind deutlich zu sehen und wir können Unheil vermeiden. Am Ende des Lichtkegels wird es verschwommen, aber je weiter wir unseren Weg mit der Taschenlampe gehen, desto mehr werden wir erkennen. Wir schreiben mit auf unserem Weg und nichts geht mehr verloren.

Ich setze auf die gesicherte Erkenntnis, dass wir uns auf einer riesigen Kugel aus Gestein befinden, die mit nicht vorzustellender Geschwindigkeit um einen noch viel größeren atomaren Feuerball kreist, von dem wir am nächtlichen Himmel noch tausende weitere sehen können, die innerhalb von noch viel größeren Gruppen, die man Galaxien nennt, um ein zentrales Schwarzes Loch kreisen. Und Galaxien gibt es abermals Milliarden.

Wer hier nicht vor Staunen schweigt, der wird ewig dazwischen reden.

– Burger Voss aus „Vom Anfang und Ende aller Dinge“ S. 281-282

2 Responses to “Vom Anfang und Ende aller Dinge”

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