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Test auf Virus­in­fek­tio­nen könn­te die unnö­ti­ge Anwen­dung von Anti­bio­ti­ka ver­rin­gern

Ein neu­er Test kann bei Atem­wegs­er­kran­kun­gen zwi­schen Viren, Bak­te­ri­en und ande­ren Kei­men unter­schei­den. Der Test erkennt die ein­zig­ar­ti­ge Signa­tur des Immun­sys­tems bei der Bekämp­fung von Viren.

»Es gibt eine spe­zi­fi­sche Reak­ti­on die wir auf Viren haben, anders als bei Bak­te­ri­en oder ande­ren Patho­ge­nen« erzählt der Co-Autor der Stu­die Dr. Geoff­rey Gins­burg, ein kli­ni­scher Genom­for­scher am Duke Insti­tu­te for Geno­me Sci­en­ces and Poli­cy in Durham, N.C.

Bei brei­ter Anwen­dung, könn­te der Test wie die Zeit­schrift »Sci­ence Trans­la­tio­nal Medi­ci­ne« berich­tet (Sept. 18) hel­fen, den über­mä­ßi­gen Gebrauch von Anti­bio­ti­ka ein­zu­däm­men.

Es ist ein schwie­ri­ges Unter­fan­gen, wenn Pati­en­ten zum Art­zt gehen mit Erkäl­tungs­be­schwer­den oder gar Fie­ber und es ist gar nicht so ein­fach fest­zu­stel­len, ob die Erkran­kung haupt­säch­lich von Bak­te­ri­en (gegen die es Mit­tel gibt) oder Viren (bis­her kei­ne Mit­tel) ver­ur­sacht wird. Ärz­te wer­den mög­li­cher­wei­se nach ihrer Erfah­rung dia­gnos­ti­zie­ren oder ein­fach Anti­bio­ti­ka ver­schrei­ben um Sei­ten­in­fek­tio­nen ein­zu­däm­men und nach der Devi­se »es kann nicht scha­den«.

Lei­der ist der über­flüs­si­ge Gebrauch (man könn­te direkt sagen »Miss­brauch«) von Anti­bio­ti­ka seit vie­len Jahr­zehn­ten* einer der Grün­de, war­um wir heu­te resis­ten­te Krank­heits­er­re­ger haben, gegen die wir vor 20 Jah­ren noch ein leich­tes Spiel gehabt hät­ten.

http://articles.washingtonpost.com/2013 – 09-18/national/42185034_1_bacterial-infection-virus-genes

http://www.livescience.com/39743-test-identifies-respiratory-viral-infections.html

http://www.richarddawkins.net/news_articles/2013/9/22/-test-for-viral-infections-could-cut-unneeded-antibiotics#

* Ich habe einen Fern­seh­be­richt von Ende der 80er Jah­re in Erin­ne­rung, dass Pro­sti­tu­ier­te in Schwel­len­län­dern regel­mä­ßig Anti­bio­ti­ka neh­men um vor­beu­gend ihr Anste­ckungs­ri­si­ko zu redu­zie­ren. Das um den Preis als muti­ples Frei­land­la­bor MRSA et al zu züch­ten.

http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung-medizin/medizin/medizin-forscher-finden-substanz-gegen-antibiotika-resistente-bakterien/9074032.html

One Response to “Welcher Keimtyp ist es? Das ist die wichtige Frage”

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