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Weltkulturbe Völklinger Hütte

Bildnachweis: Weltkulturerbe Völklinger Hütte, voelklinger-huette.org

Vor vielen, vielen Jahren machten die Saarländer Feuer. Und damit sich das Feuer nicht in den Wald ausbreiten konnte, begrenzten sie es mit schwarzen Steinen. Sie entdeckten, dass die schwarzen Steine ebenfalls brannten und das sehr nützlich heiß. So verbrennen sie seitdem nur noch die schwarzen Steine und nicht mehr das Holz. Und so steht heute im Saarland die Industrie im Wald.

In der Tat, wenn man die Ford-Werke-Zubringerstraße namens Autobahn A8 fährt, steht nach dem Abzweig zur A623 (Hintereinfahrt nach Saarbrücken, wenn die A1 bestaut ist) linkerhand ein Kraftwerk im Wald.

Und wer im Warndt unterwegs ist sieht kilometerweit nur Wald, gelegentlich eine Lichtung und darauf einen mittlerweile ungenutzten Förderturm.

Ein solcher Anblick, auf dem es hauptsächlich Bäume zu sehen gibt, ist typisch für das Saarland: https://herbstgedicht.wordpress.com/2009/10/13/universitat-des-saarlandes-saarbrucken/

Nach einigen verheerenden Sturmschäden ist das Saarland allerdings nicht mehr auf Platz 1 beim Flächenanteil an Wald unter den alten Bundesländern. Aber der 3. Platz ist OK: http://www.wald.de/bundeswaldinventur-der-wald-in-zahlen/

Saarländer haben darüber hinaus auch eine Sammlermentalität und pflegen aktuell nicht benutzte Dinge auch nicht zu entsorgen. Nein, nach dem Motto »Ma wääß jo net wofier et mol gudd ess« (man weiß ja nicht, wozu es mal nützlich sein wird) wird alles Mögliche und Unmögliche aufgehoben.

So ist man auch beim jahrhundertelangen Betrieb der Völklinger Hüttenanlagen vorgegangen. Und daher stehen heute einträchtig mehrere Generationen von Industriearchitektur nebeneinander: Das Weltkulturerbe.

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