Die lebende Viehzucht

Die lebende Viehzucht

Solarschnecke

»Diese Seeschnecke ist solargetrieben. Sie isst Algen und baut die Chloroplasten der Algen in ihr eigenes Gewebe ein. Schließlich hört sie komplett auf zu essen und lebt nur von der Energie der Sonne.«

Merke: Dumm und unfähig darf Leben sein, es muss sich nur zu helfen wissen. Tja, und wenn Schnecken das ohne Nachtdenken einfach so schaffen. Klar, dass wir auch intelligenzfrei zum Mond fliegen können – nur beim Mars ist es etwas schwieriger… mal darüber nachtdenken.

Es gibt da nur ein kleines Problem. Der ganze Lebenszyklus dauert ca. 1 Jahr. Und die Genetik, dass die Schnecke die Chloroplaste/Grünalgen nicht verdaut, sondern sogar füttert, stammt von einem Virus. Und dieser Virus beginnt am Ende des Zyklus sich zu vermehren und tötet die Schnecke um sich danach weiter zu verbreiten.

Da man jetzt das Dreigestirn Schnecke-Virus-Grünalge kennt, könnte man sich in der Tat bemühen die genaue Genetik zu finden und dies an einem uns näheren Modellorganismus versuchen – ohne den Nebeneffekt des programmierten Ablebens.

Weitere Tiere, die Photosynthese nutzen:

2 Comments

  1. klafuenf

    t wohl so aus, dass das Algenschaf durch eine Genveränderung nicht mehr richtig in der Lage war, die Chloroplasten in den gefressenen Algen zu verdauuen. Aus unbekannten Gründen können diese eine Zeit lang im Körper überleben und wandern teilweise auch in die äußere Haut um mehr Licht zu erhalten. Allerdings sterben die Chloroplasten bei dieser Schnecke, weil sie nicht aktiv gefüttert werden, nach einigen Tagen ab.

    Es scheinen auch einige Schnecken in der Lage zu sein, die „gestohlenen“ Chloroplasten sehr viel länger am Leben erhalten zu können, als es die Bevorratung in den Chloroplasten erlaubt. Es könnte auch Arten geben, die bereits die gegenseitige Versorgung der Chloroplasten für viele Wochen können und im Alter tatsächlich einen großen Teil ihrer Energie aus der Photosynthese decken.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2790442/

    https://en.wikipedia.org/wiki/Costasiella_kuroshimae

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