Ablage für den gesam(mel)ten Rest
 
Wie ich auf die Staatsphilharmonie kam

Wie ich auf die Staatsphilharmonie kam

Seit vielen Jahren versuche ich Musik zu hören, die ich noch nicht kenne. Ich gehe also bevorzugt in Konzerte, wo Komponisten genannt sind, die ich noch nicht kenne. Und stöbere auf U2B. So bin ich im Mai 2015 auf Allan Pettersson gestoßen. Zu seiner Zeit blieb er unbeeinflusst von der 12-Ton-Musik, entwickelte aber seine eigene erweiterte Harmonik, die mich anzog. Ende 2015 habe ich mir einen Schuber mit seinen Sinfonien geleistet.

Einige Monate später stellte ich dann fest, dass ich mich im Alltag doch nicht mehr wie als Jugendlicher und Student mit dem Kopfhörer hinsetze oder -lege um eine CD konzentriert durchzuhören. Daher beschloss ich, mehr in Konzerte zu gehen, weil ich da mich ganz auf das Zuhören fixiere.

Es dauerte dann noch bis Anfang Dezember 2016 als ich zum Start, um mit Freunden hin zu gehen, ein Konzert der Staatsphilharmonie fand, in dem Sachertorte und Schwarzwälder Kirsch – wie ich es nannte an einem Abend gemeinsam aufgeführt werden: Das Violinkonzert von Ludwig van Beethoven – eines der schönsten Musiken der Wiener Klassik und seine 6. Symphonie, die sowieso in Noten gegossener Frühling ist. Es war also noch nicht das Repertoire, dass ich gesucht hatte, war aber ein niedrigschwelliges Programm, dass wegen seiner Schönheit einfach jedem Menschen gefällt.

Ich dachte ja, dass ich diese beiden Kompositionen, die ich schon als Jugendlicher auf Schallplatte häufig gehört habe, praktisch auswendig kenne (ich kann z.b. die einzige moll-Stelle im 1. Satz er »Pastorale« erkennen). Dennoch gingen wir zur Werkeinführung; und siehe da: danach hörte ich Details, die mir noch nie aufgefallen waren und verstand auch was Beethoven im 2. Satz der Pastorale getan hat um die »Szene am Bach« rein musikalisch darzustellen. Mehr verrate ich hier aber nicht.

Schließlich entdeckte ich die Reihe »Modern Times« mit neuer Musik, die ich seit dem fast immer ganz abonniere. Zu meinem Bedauern ist diese ehemals 5-teilige Konzertreihe mittlerweile ein bisschen eingedampft.

So, und jetzt bin ich auf die nächste Spielzeit 2026/27 gespannt und bin ganz sicher im September 2026 beim Tag der offenen Tür wieder im Hause.

⇒ Zur Website der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

⇒ Zur digitalen Chronik des Orchesters

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert