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Aufgeschobener Kaffee

Ich betrat ein klei­nes Kaf­fee­haus mit einem Freund von mir und wir gaben unse­re Bestel­lung auf. Wäh­rend wir zu unse­rem Tisch gin­gen, kamen zwei wei­te­re Per­so­nen rein. »Fünf Kaf­fee bit­te, Zwei für uns und drei auf­ge­scho­ben«. Sie bezahl­ten die Rech­nung, nah­men die Zwei und gin­gen. Ich frag­te mei­nen Freund: »Was sind die­se ‘auf­ge­scho­be­nen’ Kaf­fees?« »War­te und sieh’s selbst.«

Mehr Per­so­nen kamen ins Kaf­fee­haus. Zwei Mäd­chen bestell­ten jeweils ein Kaf­fee, bezahl­ten und gin­gen wie­der. Die nächs­te Bestel­lung war für sie­ben Kaf­fees von drei Rechts­an­wäl­ten – drei für die und vier »auf­ge­scho­ben«.

Wäh­rend ich noch immer dar­über rät­sel was denn die­se »auf­ge­scho­be­nen« Kaf­fees bedeu­ten, genoss ich das schö­ne Wet­ter und die tol­le Aus­sicht auf den Platz vor dem Kaf­fee­haus. Plötz­lich kam ein Mann in her­un­ter­ge­kom­me­nen Klei­dern, der aus­sah wie ein Bett­ler, ins Kaf­fee­haus und frag­te höf­lich: »Haben Sie einen auf­ge­scho­be­nen Kaf­fee für mich?«

Es ist ganz ein­fach: Per­so­nen zah­len im Vor­aus für ein Kaf­fee der für jemand bestimmt ist der sich kein war­mes Getränk leis­ten kann. Die­se Tra­di­ti­on mit dem auf­ge­scho­be­ne Kaf­fees stammt aus Nea­pel und hat sich im Lau­fe der Zeit über die gan­ze Welt aus­ge­brei­tet. An man­chen Orten kann man nicht nur auf­ge­scho­be­ne Kaf­fees bestel­len son­dern sogar beleg­te Bröt­chen oder gan­ze Mahl­zei­ten.

Ver­brei­tet die Nach­richt, damit so vie­le Kaf­fees & Gast­stät­ten wie mög­lich dar­an teil­neh­men!

http://de.wikipedia.org/wiki/Caffè_sospeso

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kaffeespende-fuer-beduerftige-ein-aufgeschobener-kaffee-als-kleine-gabe.2cf0fde1-c2d5-4c50-9daf-3205bf5a5a67.html

http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-siegen-kreuztal-netphen-hilchenbach-und-freudenberg/aufgeschobener-kaffee-fuer-beduerftige-in-siegen-id9157049.html

http://www.aufgeschoben.eu

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