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Die beleidigte Krische

1985 beschrieb ein Studierender auf einem Flugblatt die römisch-katholische Kirche als »größte Verbrecherorganisation aller Zeiten«.

In dem folgenden Prozess trat Karlheinz Deschner als Sachkundiger für die Verteidigung des Studierenden auf.

»Nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit, einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts, keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die christliche Kirche, ganz besonders die römisch-katholische Kirche.«

Nach seinen Ausführungen war der Fall klar. Der Studierende wurde nicht verurteilt.

Links

http://www.ahriman.com/buecher/flug02.htm

http://berufsbeleidigt.de/groesste-verbrecherorganisation-aller-zeiten/

Siehe auch Suchbegriff »Kinderfickersekte«.

2 Responses to “Die beleidigte Kirche (Karlheinz Deschner)”

  1. klafuenf sagt:

    Im November 1984 wurde in ein paar deutschen Städten ein Flugblatt verteilt, das ein Bochumer Medizinstudent verantwortete und in dem sich das „Kommitee zur Abschaffung von §166 StGB“ kritisch damit auseinandersetzte, dass ein Mitglied des „Internationalen Vereins zur Verbreitung der Lebensfreude e.V.“ wegen des Verteilens von Aufklebern mit den Aufschriften „Lieber eine befleckte Verhütung als eine unbefleckte Empfängnis“ sowie „Masochismus ist heilbar“ in Göttingen zu einer Geldstrafe von 400 D-Mark verurteilt worden war. In dem Flugblatt hieß es u.a. dazu: „(…) wer über die Machtpolitik der Kirche aufklärt und beim Namen nennt, daß sie die größte Verbrecherorganisation aller Zeiten ist, die einen in der Geschichte einmaligen Rekord an Folter und Mordopfern aufweist – 22 Millionen allein während der Kreuzzüge – (…) muss mit hohen vom Staat verhängten Strafen rechnen.“ Im Zuge der Ermittlungen gegen den Studenten fanden drei Hausdurchsuchungen bei ihm statt. Doch nachdem es dem Kirchenkritiker Karlheinz Deschner mit einem 30-seitigen Gutachten offenbar gelungen war, dem Gericht glaubhaft zu machen, dass es sich bei der christlichen Kirche tatsächlich um die größte Verbrecherorganisation aller Zeiten handeln könnte, endete die mündliche Verhandlung im Oktober 1985 nach wenigen Stunden mit einem Freispruch.

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