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Dies ist ein Kom­men­tar zu die­sem Arti­kel:
 Ein paar deut­sche Über­nah­men:

Bei all mei­ner Kennt­nis von der man­geln­den Halt­bar­keit von DNA und den gro­ßen Pro­ble­men, die bereits klei­ne Unvoll­stän­dig­kei­ten am Genom ver­ur­sa­chen kön­nen, spe­zi­ell wenn es die Hox-Gene betrifft, kann der Weg dazu nur so aus­se­hen:

  1. kom­pa­ti­ble DNA vie­ler Über­bleib­sel sam­meln
  2. alle für sich kom­plett sequen­zie­ren
  3. per Puz­zle-Soft­ware zu einer lücken­lo­sen DNA zusam­men­bau­en las­sen
  4. Lücken gän­gi­ger Stan­dard-DNA, die viel ande­re Lebe­we­sen auch haben mit Kopi­en schlie­ßen

Danach kann eine kom­plet­te Neu­syn­the­se der DNA gemacht wer­den, die dann — nach der­zei­ti­gem Stand der Tech­nik — in eine exis­tie­ren­de Zel­le ein­ge­baut und akti­viert wer­den muss*. Die­se Zel­le bringt dabei ihr Cyto­plas­ma** mit, das mög­li­cher­wei­se einen Ein­fluss auf die DNA aus­übt — wahr­schein­lich mit epi­ge­ne­ti­schen Mecha­nis­men.

Wäre noch das Pro­blem ob evtl. X-/Y-Chromosom-Partner benö­tigt wer­den, also von vor­ne­her­ein sau­ber zwi­schen einer männ­li­chen und weib­li­chen Keim­bahn unter­schie­den wer­den muss.

Was mich zu der letz­ten gro­ßen Hür­de bringt, die mir bekannt ist, dass es zur kor­rek­ten Bil­dung von Säu­ge­tie­ren sehr wahr­schein­lich erfor­der­lich ist — zumin­dest zu eini­gen, der­zeit unbe­kann­ten Zeit­punk­ten — einen müt­ter­li­chen Orga­nis­mus in che­mi­scher Inter­ak­ti­on zu haben.


Jen­seits aller tech­ni­schen Her­aus­for­de­run­gen, die mög­li­cher­wei­se nicht lös­bar sind, ver­bleibt die Fra­ge, ob es ethisch ver­tret­bar ist, auch den aller­letz­ten Schritt zu gehen und dar­aus nach der Zell­dif­fe­ren­zie­rung einen Embryo und schließ­lich ein selbst­stän­dig lebens­fä­hi­ges Indi­vi­du­um in die Welt zu set­zen. Und zwar jen­seits der Fra­ge, ob dies in eini­gen Jah­ren »von dem Boden eines lan­gen Glas­röhr­chens«*** aus mög­lich ist oder immer noch ein kom­pa­ti­bles Pla­zen­ta­tier dazu benö­tigt wird.

Ob sich ein mensch­li­ches, weib­li­ches Säu­ge­tier dazu bereit stellt, ist gemäß mei­ner Auf­fas­sung der Erlaub­nis für ein »selbst­be­stimm­tes Leben von der Wie­ge bis zur Bah­re«, allei­ne die Ent­schei­dung der Men­schen­frau.

Mein Ein­blick in die Kom­ple­xi­tät der Bio­lo­gie sagt mir jedoch, dass es sowie­so nicht funk­tio­nie­ren kann.


Lesen

In die­sem Roman ist die wis­sen­schaft­li­che Phan­ta­sie lite­ra­ri­sche Wirk­lich­keit gewor­den:


Links

* http://www.ted.com/talks/craig_venter_unveils_synthetic_life.html

** http://de.wikipedia.org/wiki/Cytoplasma

*** http://de.wikipedia.org/wiki/In_the_Year_2525

Sons­ti­ge Links

http://www.zeit.de/wissen/2013 – 04/Australopithecus-sediba-evolution-mensch

http://www.spektrum.de/alias/anthropologie/neandertaler-kind-ueber-ein-jahr-gestillt/1195167

http://www.spektrum.de/alias/thema/der-neandertaler/847348

http://www.faz.net/aktuell/wissen/der-letzte-neandertaler-13108130.html

One Response to “Schöpfung spielen und einen Neanderthaler auferstehen lassen?”

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