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Der Uhrmacher werkelt jeden Tag – bis spät in die Nacht.
Er bringt die Teile wieder zusammen trotz versagender Augenkraft.
Wohl sind die Zahnräder in Poesie verbunden,
Hat die Zeit ihren Fluch an seinem Platz hinterlassen.

Jede Stunde wird ein weiterer Leerraum, der gefüllt werden möchte –
Verschwendung von Aufmerksamkeit und seinem Geschick.
Der Uhrmacher vergräbt etwas tief in seinen Gedanken.
Ein Schatten auf der Treppe von einem verblichenen Menschen.

Dieses Etwas ist zerbrochen und nicht zu reparieren;
Fünfzig Jahre geteilte Kompromisse und alte Körper.
»Eliza, mein Schatz, weisst du, da ist etwas, dass ich dir sagen möchte:
Ich habe dich nie geliebt, aber ich vermisse dich immerhin.

Nun, du warst nur für eine Zeit gedacht,
Während ich auf eine goldene Zeit wartete
Wir füllten die Jahre und ich fand, dass ich es mochte,
Jemanden zu Halten zu haben.
Aber auf dich musste ich warten,
Bis es eines Tages zu spät war.

Zahnräder und Hebel wirken zusammen;
Wir sind verbunden im Tod.
Schmelze ruhig das Silber ein;
Ich bin noch immer in dir.«


Wer genug Englisch kann, findet die Interpretation des Autors im Zitat hier:

http://www.songmeanings.net/songs/view/3530822107859448684/

Und schon muss ich an Loriot mit dem harten Ei denken:
»Irgendwann bringe ich sie um!«

One Response to “Steven Wilson – der Uhrmacher”

  1. Mohd sagt:

    Wieso sollten die weanltschaulichen / religif6sen dcberzeugungen der Eltern, Kinder und Angestellten irrelevant sein oder Pluralite4t ausgerechnet in einer humanistischen Kita zur hohlen Phrase werden? Aus diesen Formulierungen lese ich ein Gutteil Skepsis, aber auch eine gewisse Unterstellung der Religionsfeindlichkeit.Gerade in der Unterscheidung von kirchlichen Tre4gern ist es essentiell, dass sich bewerbende Pe4dagogInnen nicht aufgrund ihrer religif6sen dcberzeugungen (solange sie grundgesetzkompatibel sind) angestellt oder abgelehnt werden. We4hrend Kinderge4rten und andere Sozialeinrichtungen in kirchlicher Tre4gerschaft Nicht- bzw. Andersgle4ubigen die Anstellung verwehren, ist die (Nicht-)Mitgliedschaft in einer Kirche oder Religionsgemeinschaft bei uns kein Auswahlkriterium.Die persf6nliche Weltanschauung aller Beteiligten wird jeweils respektiert. Kindern soll das Beten in unserer Einrichtung weder anerzogen noch verboten werden.Im Hinblick auf die (christlich gepre4gten bzw. fcberformten) Feiertage kann ich mir jedoch einen kritischeren Umgang vorstellen, als ihn andere Kitas pflegen. So ist z.B. der 24.12. nicht genuin als Geburtstag Jesu zu betrachten. Bereits in vorchristlicher Zeit wurde die Wintersonnenwende gefeiert, und viele heidnische Traditionen sind noch heute in den Bre4uchen rund um Weihnachten erkennbar. (Ganz e4hnlich ist es mit dem Osterfest.) We4hrend also in kirchlichen Einrichtungen in der Adventszeit wohl davon die Rede we4re, dass wir an diesen Tagen die Geburt Jesu feiern , wfcrde es in unserer Kita mit etwas mehr Distanz vermutlich heidfen, dass Christen an diesem Tag die Weihnachtsgeschichte erze4hlen oder Nachspielen, der Figur Jesu und ihrer Bedeutung gedenken , we4hrend Anders- oder Un-Gle4ubige mit dem Jul- oder Weihnachtsfest ganz andere Emotionen, Erinnerungen, Riten und Schwerpunkte verbinden. Entsprechend kf6nnten in den Gruppen Baumkugeln wie Schneeme4nner, Weihnachtsme4nner wie Krippen gebastelt oder gemalt werden. So ist es den Kindern auch leichter zu erkle4ren, warum manche am Heiligabend laut Aussage ihrer Eltern Besuch vom Christkind bekommen, andere vom Weihnachtsmann , bei wieder anderen legen Eltern die Geschenke ganz unverblfcmt selbst unter den Baum; und letztlich mag es auch Familien geben, die auf Baum und Gaben vf6llig verzichten sei dies aufgrund eines jfcdischen, muslimischen, buddhistischen ( ) Backgrounds oder einer konsumkritischen Haltung. Wir werden keine spezifische Perspektive auf solche Tage propagieren. Eine christlich-monokulturelle Vereinnahmung des Kalenders muss zumindest in unserer Einrichtung nicht fortgeschrieben werden. Zur Frage nach der Kinderbibel und dem Ferkel-Buch vertreten wir die Ansicht, dass beides in unserer Kita sehr wohl vorre4tig sein kf6nnte und es ohnehin mehr auf die Vermittlung und Erle4uterungen des jeweiligen Erziehers / der Erzieherin ankommt, wie diese Medien verwendet werden kf6nnen. Wichtig hierbei ist wie Herr Brade schon erle4uterte -, dass die Bfccher bei uns nicht der Indoktrination dienen werden. Das Leben und die Welt sind sowohl mit einem Gott (oder mehreren) als auch ohne transzendente Entite4ten denk- und erkle4rbar. Der Rfcckgriff auf einen Schf6pfer ist dabei nicht notwendig. Ich selbst habe sieben Jahre lang in einer Kita gearbeitet. Die meisten Kinder haben bereits im Vorschulalter Fragen wie Wo komme ich her? , Woher kommen die Tiere? , Wo kommt die Erde her? und erwarten darauf verste4ndliche, einleuchtende Antworten. Evtl. haben die Eltern hier ihre eigenen Ansichten und dcberzeugungen den Kindern bereits dargelegt. Daran wfcrde in unserer Kita angeknfcpft.Es spricht nichts dagegen, Schf6pfungsmythen oder diverse Erze4hlungen/Theorien fcber die Entstehung des Menschen in kindgerechter Form darzulegen bzw. den Kindern Raum zu geben, ihre Vorerfahrungen/ihr Vorwissen darzulegen und mit anderen zu teilen. Biblische Episoden (bspw. fcber die Arche Noah) wfcrden dann zum Beispiel sinnerhellend erge4nzt durch einen Besuch im Zoo und das Thematisieren von Artenvielfalt und Artenverwandtschaft.dcberhaupt ist eine aktive Zusammenarbeit mit Tre4gern von Wissenschaft und Kultur dringend zu suchen.Zoo, Sternwarte, Max-Planck-Institute, Senckenberg-Ausstellung (Urmensch), Staatliche Kunstsammlungen, Konzerthe4user etc. bieten kindgerechte Ffchrungen, Programme und Begleitmaterial an. Der Lebens-, Erfahrungs- und Lernbereich kann altersgeme4df sukzessive erweitert werden.Ich hoffe, dass diese Ausffchrungen Ihre Fragen detaillierter beantwortet haben.

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