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Alphabet des Lebens

Die Geschichte des menschlichen Genoms

Matt Ridley

In diesem wunderbar gut lesbaren und congenial von Sebastian Vogel übersetzten Buch nutzt Matt Ridley die 23 Chromosomen des menschlichen Genoms zur Kapitelgliederung. Dabei bildet jedes Kapitel eine schon breitbandige Geschichte in sich selbst.

Wer sich schon ein bisschen mit Genetik befasst hat, wird, neben der technischen Nomenklatur, über die Namensgebung anhand von Defekten, die bei einer schadhaften Erbinformation auftreten, gestolpert sein. Sein Satz dazu: »Gene sind nicht für Krankheiten da!« zieht sich durch das ganze Buch.

Auch macht er deutlich, wie wenig wir eigentlich wissen. Die Interaktivität zwischen allen Bestandteilen des Systems (Genetik, Epigenetik, Umwelt, Erfahrung, Ernährung, usvam.) betont er auch immer wieder.

Auch auf dass Spannungsfeld der Eugenik zwischen Staatsterrorismus und Schutz des Individuums geht er ein.

Fazit: SEHR, SEHR lesenswert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Matt_Ridley


Dennoch stimme ich ihm in dieser Einschätzung nicht zu. Ja, in der Vergangenheit mussten Menschen nur lokale Probleme lösen. Aber heute ist z.B. der Finanzmarkt und der Terrorismus ein internationales Problem. Von Umweltschäden ganz abgesehen.

https://web.archive.org/web/20101123074249/http://dasmagazin.ch/index.php/optimisten-brauchen-diesen-text-nicht-zu-lesen-pessimisten-sollten-ihn-auswendig-lernen/

http://www.theguardian.com/environment/blog/2013/may/21/matt-ridley-joined-real-climate-debate

Ja, natürlich gibt es Einflussgrößen, die das Klima auf diesem Planeten so verändern, dass wir gar nicht machen können. Aber warum sollten wir deshalb das Energiesparen einstellen? Schließlich werden uns die fossilen Energieträger so oder so ausgehen und noch haben wir keinen guten Ersatz.

Und warum sollte ich daran glauben, dass die Entscheider auf der Welt trotz demokratischen Unterbaus nicht schon längst von Unternehmen und ihrem kurzfristigen Denken lobbyiert sind?

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